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ein besonderes abendessen

wir waren nach langer planung endlich in wien und hatten dort eine tolle zeit. zum essen haben wir uns jeden abend ein anderes restaurant ausgesucht. vom pub über wiener küche bis zu einem sehr guten koreanischen restaurant war alles dabei. jeden abend sind wir auf dem weg von unserem hotel in die innenstadt an einem besonderen restaurant vorbei gekommen, dass mit einer besonderen küche geworben hat. wir haben aus reiner neugierde den aushang der Speisekarte gelesen, konnten uns aber auch danach nicht vorstellen, was es dort zu essen gab. also sind wir jeden abend woanders hin gegangen. am letzten abend unserer wienreise hat die neugierde gesiegt und wir sind in dieses restaurant eingekehrt. unsere neugierde war auch noch davon angestachelt, das restaurant war jeden abend voller menschen.

also sind wir mutig rein. der erste eindruck war gut. die bedienung war freundlich und einladend, das ambiente war gemütlich und es war auch gleich noch ein tisch frei für uns zwei. bis wir die speisekarte bekamen, konnten wir uns in ruhe umsehen. kerzen auf allen tischen und funkelnde weingläser. viele tische waren besetzt. dann erhielten wir die karte, auf deren erster seite das  besondere dieses restaurants bzw. dieser küche erklärt wird (einen Auszug zeigt das Foto). also erwarteten uns speisen aus der nikkei küche. ich hatte zwar irgendwo schon einmal davon gehört, aber mehr auch nicht. diese küche, das weiss ich jetzt, hat sich in den letzten hundert jahren in peru entwickelt. sie ist eine spannende mischung aus der küche perus und japans. die beschreibung in der speisekarte gab uns dazu eine kleine orientierung. allerdings half uns dann der blick auf die speisen auch wieder nicht weiter...da stand so etwas wie: "veggies": tofu, melanzani, butternusskürbis, pepperoni, soja-ingwer-glasur, chalaca, pfefferminz-sosse... das einzige, was ich davon wirklich kenne, ist pepperoni (?)

oder noch: "oktopus": chili-dashi, chimichurri, oliven aioli...

oder noch, als besondere leckerei: "coco y chicha": kokosnussmilch-tapoika pudding, lila mais gelee, zimt...

wir haben uns dann einfach hilfe geholt und uns auf die empfehlungen der kellnerin verlassen. das war, glaube ich, eine sehr gute vorgehensweise. unser essen war wirklich lecker. wir bekamen vier verschiedene spießchen, reis und ein herrliches dessert. dazu einen guten wein... es war ein wunderbarer Abend.

ausserdem sind wir noch etwas schlauer geworden. weil, wieder zu hause, haben wir uns über die nikkei küche, natürlich mit hilfe des internets, weitergehend informiert. es ist wirklich eine besondere, spannende küche. schade, dass es sie in meiner erreichbaren umgebung nicht gibt. aber bei unseren nächsten städtereisen werden wir sie suchen und sie unglaublich gern geniessen.  

. . .und mit der ankündigung meines nächsten artikels möchte ich euch auf eins meiner gesundheitswundermittel neugierig machen. . .